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2017 – ein Blick zurück und einer nach vorn

Nun geht das Gedenkjahr zum 500. Reformationsjubiläum zu Ende und mit ihm auch die sogenannte Reformationsdekade. 10 Jahre lang wurde auf das Festjahr hingearbeitet, geplant, geredet, gestritten, gebaut, restauriert, unzähliges Papier bedruckt und gefeiert.
Auch Torgau wollte gern ein möglichst großes Teil der Festtorte abbekommen – und hat es auch bekommen! Viel hat sich getan und wurde geschafft: angefangen von der umfangreichen Restaurierung des Schlosses Hartenfels über etliche gelungene Ausstellungen daselbst bis hin zu solch wunderbarem Kleinod wie dem wiedererstandenen Spalatinhaus mit der Johann-Walter-Ausstellung – da ist tatsächlich viel Greif- und Sichtbares passiert. Auch wir als Kirchengemeinde können nur dankbar sein für die großzügige Unterstützung von staatlichen, kirchlichen und privaten Geldgebern, die die so gelungene Innenrestaurierung und teilweise Neuausstattung unserer Schlosskirche, die Neugestaltung der Grablege der Herzogin Sophie mit Cranachs Nothelfer-Tafel, die Restaurierung der Sakristeitür und der Grabplatte der Katharina Luthers in der Stadtkirche und nicht zuletzt die Rückkehr des Altarretabels in die Schlosskirche erst möglich gemacht haben. Dankbar bin ich auch für unzählige gute Begegnungen und Gespräche mit interessanten Gästen und für die vielen Besucher, deren Erstaunen über unsere wunderbaren Kirchen mich immer wieder freut. Und für viele schöne Erlebnisse: hervorragende Konzerte, bewegende Gottesdienste, erfreuliche Veranstaltungen verschiedener Art. Ja, es ist viel passiert – wir können dankbar sein!
Natürlich gibt es manches, was zu kritisieren ist, was hätte besser oder anders sein können oder müssen: zu viel Geld für Großveranstaltungen verbraten, zu viel markige Worte und zu wenig handfeste Ergebnisse, zu wenig echter Reformwillen und zu wenig Substanz... Aber fangen wir doch mit der kritischen Betrachtung bei uns an. Da stellen wir fest, dass höchstens 10% unserer Mitglieder in unseren Gemeinden wenigstens ab und zu präsent sind. Höchstens 2% (auf den Dörfern prozentual mehr!) beteiligen sich aktiv und tragen mit den (auch immer weniger werdenden) hauptamtlichen Mitarbeitern Lust und Frust des Gemeindelebens und kümmern sich aufopferungsvoll um die vielfältigen Dinge, die anfallen, angefangen vom Blumenschmuck auf dem Altar über Geburtstagsbesuche und Austragen von Gemeindebriefen bis hin zu Sitzungen im Gemeindekirchenrat und Betreuung von Baustellen...
Wie sieht angesichts dieser Einschätzung der Blick nach vorn aus? Bei unserem Festabend zum Kirchweihfest am 5. Oktober (übrigens mit nicht einmal 50 Besuchern!), der wegen des Orkans nicht in der Schlosskirche stattfinden konnte, sagte unsere Landesbischöfin Ilse Junkermann einen Satz, der seitdem in unserer Landeskirche für viel Wirbel gesorgt hat: „Die Kirche ist am Ende!“ Das ist eine Provokation – besonders für alle, die sich seit Jahren engagieren und sich Gedanken machen und einbringen für ihre Kirche. In gewisser Weise stimme ich dieser Aussage allerdings zu: die Kirche volkskirchlicher Prägung mit quasi angeborener Kirchenmitgliedschaft aller Bürger und flächendeckender Präsenz durch kirchliche Mitarbeiter ist schon lange bzw. geht jetzt unweigerlich zu Ende. In unserer Region spüren wir das zurzeit besonders schmerzlich, weil mehrere Pfarrstellen vakant sind bzw. werden. Aber gerade dort ist zu beobachten, wie Gemeindeglieder über sich hinaus wachsen und, sicher aus der Not heraus, aber doch segensreich, selbst aktiv werden. Die Gottesdienstreihe „Gottesdienst anders“ z. B., die von einer Gruppe des ehemaligen Pfarrbereiches Süptitz verantwortet wird, erfreut sich großer Beliebtheit und erreicht sogar Menschen, die sonst eher keine Kirchgänger sind. Liegt also in der derzeit ohne Frage schwierigen Situation auch eine Chance? Eine Chance, dass aktive Gemeindeglieder noch aktiver werden und selbst den Ton angeben? Eine Chance, dass neue Formen von Gottesdiensten und Zusammenkünften anderer Art ausprobiert und für gut befunden werden? Eine Chance für die Wieder- oder Neuentdeckung dessen, was uns wichtig ist für unser Leben als Christen? Ist die Krise vielleicht gerade eine Chance auf Erneuerung, auf Reformation? Neu wäre das nicht! Auch zu Luthers Zeit steckte die Kirche in einer tiefen Krise und ohne die hätte es ja auch kaum Änderungsbedarf gegeben.
Mag also sein, dass die Kirche alter Prägung ein Auslaufmodell ist, aber es liegt an uns, an jedem Gemeindeglied, wie unsere Kirche in Zukunft aussehen wird. Wir haben jedenfalls beste Voraussetzungen: zwei wunderbare Kirchen, um die zu besichtigen viele Menschen weite Wege auf sich nehmen (wann waren Sie eigentlich zuletzt in Ihrer Kirche?), ein gut ausgestattetes Gemeindehaus, immer noch einen soliden Haushalt, mit dem wir gut wirtschaften können und viele Angebote für Kinder, Jugendliche, Berufstätige und Senioren, die gut noch mehr Zulauf verkraften würden. Wir haben viele engagierte Ehrenamtliche und ein großes ruhendes Potential, das es zu heben gilt. Und wir haben Gottes Wort, das uns ermutigt und leitet, tröstet und anspornt.
Christiane Schmidt, Pfarrerin


Turmsanierung Zinna

In Zinna beginnen in diesen Tagen endlich die Bauarbeiten am Turm der Kirche. Um die nötigen Eigenmittel aufbringen zu können, bitten wir um Ihre Spende: Spendenkonto: IBAN: DE42 3506 0190 1551 5860 29. Verwendungszweck: Kirche Zinna


Erreichbarkeit Pfarrerin Schmidt

Pfarrerin Schmidt ist im Pfarrbüro im Pfarrhaus Pfarrstraße 5 in der Regel jeden Donnerstag von 17-19 Uhr vor Ort und steht für Fragen und zum Gespräch zur Verfügung. Selbstverständlich können Sie sie wie bisher jederzeit per Telefon oder mail erreichen – Kontaktdaten:

Pfarrerin Christiane Schmidt 
Hellernring 29 • 04861 Torgau/OT Loßwig 
Tel.: 03421-717627 
Fax: 03421-717628 
mobil 01577-2397977

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Spendenaufruf

Vieles ist in einer Kirchengemeinde zu finanzieren. Das reicht von der Erhaltung der Gebäude und der Ausstattung bis zur Unterstützung der Gemeindearbeit, zum Beispiel im Kinder und Jugendbereich. Wenn Sie die Kirchengemeinde Torgau dabei unterstützen möchten, dann können Sie das gerne mit einer Spende tun. Wir freuen uns über jede Zuwendung und danken allen Geberinnen und Gebern!

Sie können Ihre Spende auf folgendes Konto überweisen:

Kreiskirchenamt Eilenburg
IBAN: DE42 3506 0190 1551 5860 29
BIC: GENODED1DKD
KD-Bank Duisburg
VWZ: ev. Kirchengemeinde Torgau