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>> Aktuelle Andacht Februar & März 2018

Herzlich willkommen

Chistiane_Schmidt_2017_1aUnsere Kirchengemeinde lebt in einer Stadt und in Gebäuden, die bis auf den heutigen Tag sehr von der Zeit der Reformation geprägt sind. Wir sind zu Hause in zwei Kirchen: der Stadtkirche St.Marien, die mit dem höchsten Turm von Torgau weit ins Land grüßt und seinerzeit als Hofkirche fungierte. In ihr wurden prunkvolle Hochzeiten gefeiert und wichtige Persönlichkeiten begraben, so die geliebte Gemahlin Johanns des Beständigen Herzogin Sophie von Mecklenburg. Zu ihrem Gedenken ließ der Kurfürst Lucas Cranach d.Ä. ein Altarbild mit den "14 Nothelfern" malen. Auch Katharina Luther geb. von Bora liegt in der Stadtkirche begraben. Die andere Kirche ist die berühmtere: die von Martin Luther am 5.10.1544 höchstpersönlich in Dienst genommene Schlosskapelle auf Schloss Hartenfels, der erste protestantische Kirchenneubau überhaupt. Im Gebäude der "Alten Superintendentur" in der Wintergrüne 2, die 1529 als erste ihrer Art eingerichtet wurde und in der 1530 die "Torgauer Artikel" von Luther, Melanchthon, Jonas und Bugenhagen in Vorbereitung des Reichstages in Augsburg verfasst wurden, befinden sich heute unsere Gemeinderäume.

Unsere Gemeinde gehört mit ihren ca.1850 Mitgliedern zum Kirchenkreis Torgau-Delitzsch, dem einzigen Kirchenkreis der EKM (Evangelische Kirche Mitteldeutschlands) auf dem Gebiet des Freistaates Sachsen.

Wir sind eine traditionelle Gemeinde mit Kinder-, Konfirmanden-, Jugend-, Erwachsenen und Seniorenkreisen. Einen besonders hohen Stellenwert hat bei uns die Kirchenmusik. Unser Kantor ist der 25. Nachfolger des "evangelischen Urkantors" Johann Walter, der 1526 in Torgau mit sangesfreudigen Bürgern eine Stadtkantorei gründete, die zum Vorbild des evangelischen Kantoreiwesens werden sollte. Noch heute singen (nicht nur) Torgauer in der Johann-Walter-Kantorei, im Küken- und im Kinderchor und helfen mit, die Tradition zu bewahren und lebendig zu halten. Dazu trägt auch das jährlich neu aufgelegte umfangreiche Konzertprogramm in unseren Kirchen bei.

Von Kurfürst Johann Friedrich, dem zeitlebens großen Unterstützer der Reformation, hat unsere Gemeinde das Leitmotiv übernommen: "Verbum Domini Manet In AEternum (VDMIAE) - Das Wort Gottes bleibt in Ewigkeit." (nach Jesaja 40,8)

Wir freuen uns über Ihr Interesse und bieten Ihnen auf dieser hompage weitere Informationen an. Natürlich würden wir uns auch über eine persönliche Begegnung freuen - wir laden Sie herzlich dazu ein!

Pfarrerin Christiane Schmidt


Andacht Februar & März 2018

Liebe Leserinnen und Leser!

Ein paar Worte, wie schon gewohnt, zum Anfang dieses neuen Gemeindeblattes. Ein paar Worte über Worte, genau gesagt: über das Wort.
Worte sind die Begleiter unserer Tage – in Buchstaben gefasste Gedanken. Es gibt Worte, die wohl tun, und Worte, die weh tun; Worte, die aufrichten, und Worte, die vernichten; Worte, die schmeicheln, und Worte, die kränken; Worte, die Richtung weisen, und Worte, die verunsichern; Worte, die Wahres ausdrücken, und Worte, die täuschen; Worte zur rechten Zeit und deplazierte Worte; Worte mit Gewicht und dahergeredete Worte; Worte für die Ewigkeit und Worte zum Vergessen; ersehnte Worte und Worte, die besser nie gesagt worden wären.

Sich in Worten ausdrücken und verständigen zu können ist ein Privileg von uns Menschen, das in unserer Zeit leider immer weniger Wertschätzung erfährt. Der täglich genutzte Wortschatz, egal ob bei Kindern oder Erwachsenen, wird immer geringer. Die (angeblich) sozialen Medien nutzen Kurzworte und Abkürzungen, die zu entschlüsseln oft Insiderwissen verlangt. Und dann lehrt uns die Erfahrung auch noch, Worten gegenüber durchaus skeptisch zu sein – welchem Wort kann man heute noch trauen?

Ich biete Ihnen da eine ganz klare Antwort an: dem Wort Gottes! Dem Wort Gottes verdanken wir alles: unser Leben, unsere Welt, Orientierung und Trost. Das in Jesus Christus Mensch gewordene Wort Gottes wohnt unter uns und zeigt uns den Weg zum Heil. Das Wort Gottes will der Fels in der Brandung unseres Lebens sein, will uns helfen, unser Leben gut zu bewerkstelligen, will uns auf rechtem Wege führen und halten, will uns anregen und in Bewegung bringen.

Der Monatsspruch für den nun anbrechenden Monat Februar versichert uns, dass dieses Wort Gottes immer für uns verfügbar ist – wir können jederzeit darauf zurückgreifen.

"Es ist das Wort ganz nahe bei dir, in deinem Munde und in deinem Herzen, dass du es tust." 
(5. Buch Mose 30,14)

Von Anfang an hat das Wort Gottes die Menschen geleitet und begleitet. Es bietet sich uns heute noch an und spricht direkt in unser Leben – sei es dieser Monatsspruch oder die Jahreslosung, seien es Losung und Lehrtext aus den Herrnhuter Losungen für jeden Tag, seien es die Worte der Heiligen Schrift, wenn wir sie zur Hand nehmen und sie zu uns sprechen lassen, oder seien es Worte, die uns seit unserer Taufe, unserer Konfirmation oder unserer Hochzeit treue Begleiter und Helfer durchs Leben sind. „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege!“ lobt der Psalmbeter in Psalm 119. Haben Sie auch so ein Wort, das Ihnen Ihren Lebensweg heller macht? Schlagen Sie doch mal wieder die Bibel auf und geben Sie dem Wort Gottes eine Chance, in Ihr Leben zu kommen – es lohnt sich!

Ihre Pfarrerin Christiane Schmidt