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>> Aktuelle Andacht April & Mai 2018

Herzlich willkommen

Chistiane_Schmidt_2017_1aUnsere Kirchengemeinde lebt in einer Stadt und in Gebäuden, die bis auf den heutigen Tag sehr von der Zeit der Reformation geprägt sind. Wir sind zu Hause in zwei Kirchen: der Stadtkirche St.Marien, die mit dem höchsten Turm von Torgau weit ins Land grüßt und seinerzeit als Hofkirche fungierte. In ihr wurden prunkvolle Hochzeiten gefeiert und wichtige Persönlichkeiten begraben, so die geliebte Gemahlin Johanns des Beständigen Herzogin Sophie von Mecklenburg. Zu ihrem Gedenken ließ der Kurfürst Lucas Cranach d.Ä. ein Altarbild mit den "14 Nothelfern" malen. Auch Katharina Luther geb. von Bora liegt in der Stadtkirche begraben. Die andere Kirche ist die berühmtere: die von Martin Luther am 5.10.1544 höchstpersönlich in Dienst genommene Schlosskapelle auf Schloss Hartenfels, der erste protestantische Kirchenneubau überhaupt. Im Gebäude der "Alten Superintendentur" in der Wintergrüne 2, die 1529 als erste ihrer Art eingerichtet wurde und in der 1530 die "Torgauer Artikel" von Luther, Melanchthon, Jonas und Bugenhagen in Vorbereitung des Reichstages in Augsburg verfasst wurden, befinden sich heute unsere Gemeinderäume.

Unsere Gemeinde gehört mit ihren ca.1850 Mitgliedern zum Kirchenkreis Torgau-Delitzsch, dem einzigen Kirchenkreis der EKM (Evangelische Kirche Mitteldeutschlands) auf dem Gebiet des Freistaates Sachsen.

Wir sind eine traditionelle Gemeinde mit Kinder-, Konfirmanden-, Jugend-, Erwachsenen und Seniorenkreisen. Einen besonders hohen Stellenwert hat bei uns die Kirchenmusik. Unser Kantor ist der 25. Nachfolger des "evangelischen Urkantors" Johann Walter, der 1526 in Torgau mit sangesfreudigen Bürgern eine Stadtkantorei gründete, die zum Vorbild des evangelischen Kantoreiwesens werden sollte. Noch heute singen (nicht nur) Torgauer in der Johann-Walter-Kantorei, im Küken- und im Kinderchor und helfen mit, die Tradition zu bewahren und lebendig zu halten. Dazu trägt auch das jährlich neu aufgelegte umfangreiche Konzertprogramm in unseren Kirchen bei.

Von Kurfürst Johann Friedrich, dem zeitlebens großen Unterstützer der Reformation, hat unsere Gemeinde das Leitmotiv übernommen: "Verbum Domini Manet In AEternum (VDMIAE) - Das Wort Gottes bleibt in Ewigkeit." (nach Jesaja 40,8)

Wir freuen uns über Ihr Interesse und bieten Ihnen auf dieser hompage weitere Informationen an. Natürlich würden wir uns auch über eine persönliche Begegnung freuen - wir laden Sie herzlich dazu ein!

Pfarrerin Christiane Schmidt


Andacht April & Mai 2018

Liebe Leserinnen und Leser!

Was gehört für Sie zu Ostern dazu? Worauf freuen Sie sich am meisten? Endlich Frühling vielleicht? Ein gutes Essen? Besuch von lieben Verwandten oder Freunden? Ein paar freie Tage? Ein Gottesdienstbesuch?

Ostern ist eine Herausforderung! Nicht nur äußerlich, mit allem, was es zu bedenken und vorzubereiten gilt! Besonders inhaltlich – denn Ostern ist viel mehr als nur ein paar freie Tage! Ostern als Fest der Auferstehung Jesu von den Toten erinnert an das Ereignis, mit dem für uns Christen alles begann. Sicher – Jesus hatte schon zu Lebzeiten für Aufregung und Verwunderung gesorgt, hatte Dinge getan und gesagt, die außergewöhnlich waren: er hatte Menschen geheilt, die verloren schienen und solchen Aufmerksamkeit und Liebe geschenkt, mit denen keiner etwas zu tun haben wollte. Er hatte vom Reich Gottes gepredigt, Reichtum dagegen als eher hinderlich betrachtet und die Relationen von Mensch und Gesetz neu definiert. Das hatte viele Zuhörer begeistert, weil sie sich endlich wieder wahrgenommen und wichtig fühlten, weil sie neue Hoffnung für ihr Leben schöpften, das durch Jesu Lehre eine neue Ausrichtung erhielt. Andere, die gut etabliert und mächtig waren, fühlten sich von den neuen Ideen verunsichert und in die Enge getrieben. Sie fühlten ihre Kreise gestört und wollten Ruhe haben.

So weit so gut. Bis hierhin hört sich die Geschichte sehr menschlich und nachvollziehbar an, lässt man mal die wundersamen Berichte über die Verwandlung von Wasser in Wein, das Gehen auf dem Wasser und die Auferweckung von Toten außer Acht. Gutmenschen, die sich um die Interessen der Armen und Benachteiligten kümmern, hat es immer wieder gegeben, auch Weltverbesserer mit guten Ideen – auch Widersacher, die sich gestört fühlten. 

Aber dann kam das, was der Grund unseres Osterfestes ist: die Auferstehung Jesu von den Toten. Nachdem Jesus wie ein gewöhnlicher Schwerverbrecher, allerdings ohne todeswürdiges Verbrechen, zum Tode verurteilt und mit zwei anderen hingerichtet, gestorben und begraben worden war, fanden die Frauen drei Tage später, als sie seinen Leichnam salben wollten, das Grab leer! 

Das verstört uns, wie die Frauen damals, bis heute. Und das gibt uns Hoffnung bis heute! Denn als Christen glauben wir, dass Jesus damals den Tod überwunden hat und für uns den Weg in eine neue Wirklichkeit, in Gottes Ewigkeit eröffnet hat. Wir wissen nicht, wie das einmal werden wird und unsere Vorstellungskraft reicht immer nur für skizzenhafte Wunschszenarien. „Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.“  (Monatsspruch Mai: Hebräerbrief 11,1)

In solchem Glauben feiern wir auch dieses Jahr wieder Ostern, freuen uns über den Frühling, genießen ein paar freie Tage und lassen uns das Festessen gut schmecken. Und vielleicht sehen wir uns ja auch in einem der vielen Gottesdienste – ich würde mich freuen!

Gesegnete frohe Ostern wünscht Ihnen Ihre Pfarrerin Christiane Schmidt!