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>> Aktuelle Andacht Dezember 2017 & Januar 2018

Herzlich willkommen

Chistiane_Schmidt_2017_1aUnsere Kirchengemeinde lebt in einer Stadt und in Gebäuden, die bis auf den heutigen Tag sehr von der Zeit der Reformation geprägt sind. Wir sind zu Hause in zwei Kirchen: der Stadtkirche St.Marien, die mit dem höchsten Turm von Torgau weit ins Land grüßt und seinerzeit als Hofkirche fungierte. In ihr wurden prunkvolle Hochzeiten gefeiert und wichtige Persönlichkeiten begraben, so die geliebte Gemahlin Johanns des Beständigen Herzogin Sophie von Mecklenburg. Zu ihrem Gedenken ließ der Kurfürst Lucas Cranach d.Ä. ein Altarbild mit den "14 Nothelfern" malen. Auch Katharina Luther geb. von Bora liegt in der Stadtkirche begraben. Die andere Kirche ist die berühmtere: die von Martin Luther am 5.10.1544 höchstpersönlich in Dienst genommene Schlosskapelle auf Schloss Hartenfels, der erste protestantische Kirchenneubau überhaupt. Im Gebäude der "Alten Superintendentur" in der Wintergrüne 2, die 1529 als erste ihrer Art eingerichtet wurde und in der 1530 die "Torgauer Artikel" von Luther, Melanchthon, Jonas und Bugenhagen in Vorbereitung des Reichstages in Augsburg verfasst wurden, befinden sich heute unsere Gemeinderäume.

Unsere Gemeinde gehört mit ihren ca.1850 Mitgliedern zum Kirchenkreis Torgau-Delitzsch, dem einzigen Kirchenkreis der EKM (Evangelische Kirche Mitteldeutschlands) auf dem Gebiet des Freistaates Sachsen.

Wir sind eine traditionelle Gemeinde mit Kinder-, Konfirmanden-, Jugend-, Erwachsenen und Seniorenkreisen. Einen besonders hohen Stellenwert hat bei uns die Kirchenmusik. Unser Kantor ist der 25. Nachfolger des "evangelischen Urkantors" Johann Walter, der 1526 in Torgau mit sangesfreudigen Bürgern eine Stadtkantorei gründete, die zum Vorbild des evangelischen Kantoreiwesens werden sollte. Noch heute singen (nicht nur) Torgauer in der Johann-Walter-Kantorei, im Küken- und im Kinderchor und helfen mit, die Tradition zu bewahren und lebendig zu halten. Dazu trägt auch das jährlich neu aufgelegte umfangreiche Konzertprogramm in unseren Kirchen bei.

Von Kurfürst Johann Friedrich, dem zeitlebens großen Unterstützer der Reformation, hat unsere Gemeinde das Leitmotiv übernommen: "Verbum Domini Manet In AEternum (VDMIAE) - Das Wort Gottes bleibt in Ewigkeit." (nach Jesaja 40,8)

Wir freuen uns über Ihr Interesse und bieten Ihnen auf dieser hompage weitere Informationen an. Natürlich würden wir uns auch über eine persönliche Begegnung freuen - wir laden Sie herzlich dazu ein!

Pfarrerin Christiane Schmidt


Andacht Dezember 2017 & Januar 2018

Liebe Leserinnen und Leser!

strohstern17Nun holen wir sie bald wieder hervor, die Strohsterne, und hängen sie an grüne Zweige und später an den Weihnachtsbaum. Sterne aus Stroh sind wichtige Requisiten für diese Zeit, wenn wir uns auf das Fest der Geburt Christi vorbereiten. Sie erinnern uns an die Ärmlichkeit, in der Jesus Christus auf diese Welt kam, an den Stall, in dem eigentlich die Tiere Unterschlupf und Futter fanden, an die Krippe, die zu Jesu Wiege wurde. Sie erinnern uns auch an den Stern, der in der Heiligen Nacht über dem Stall von Bethlehem aufging, der den armen Hirten genauso wie den Weisen aus dem Morgenland den Weg wies. Die Sterne, die wir in diesen Wochen aufhängen, sind noch heute für uns Wegweiser, Erinnerungszeichen für den Tag, da Gott Mensch wurde und in Jesus zur Welt kam.
So einen Strohstern zu basteln, erfordert Geschick und Geduld. Geduld brauchen wir auch, wenn wir uns auf das Kommen Jesu in unsere Welt, in unser Leben vorbereiten. Dazu sind diese wunderbaren Wochen im Advent da. Sie sind eine Zeit der Stille, der Erwartung, der Vorbereitung, der Vorfreude. So wünsche ich Ihnen eine Zeit voller Segen, voller Liebe und voller Freude!

Ihre Pfarrerin Christiane Schmidt