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>> Aktuelle Andacht August & September 2018

Herzlich willkommen

Chistiane_Schmidt_2017_1aUnsere Kirchengemeinde lebt in einer Stadt und in Gebäuden, die bis auf den heutigen Tag sehr von der Zeit der Reformation geprägt sind. Wir sind zu Hause in zwei Kirchen: der Stadtkirche St.Marien, die mit dem höchsten Turm von Torgau weit ins Land grüßt und seinerzeit als Hofkirche fungierte. In ihr wurden prunkvolle Hochzeiten gefeiert und wichtige Persönlichkeiten begraben, so die geliebte Gemahlin Johanns des Beständigen Herzogin Sophie von Mecklenburg. Zu ihrem Gedenken ließ der Kurfürst Lucas Cranach d.Ä. ein Altarbild mit den "14 Nothelfern" malen. Auch Katharina Luther geb. von Bora liegt in der Stadtkirche begraben. Die andere Kirche ist die berühmtere: die von Martin Luther am 5.10.1544 höchstpersönlich in Dienst genommene Schlosskapelle auf Schloss Hartenfels, der erste protestantische Kirchenneubau überhaupt. Im Gebäude der "Alten Superintendentur" in der Wintergrüne 2, die 1529 als erste ihrer Art eingerichtet wurde und in der 1530 die "Torgauer Artikel" von Luther, Melanchthon, Jonas und Bugenhagen in Vorbereitung des Reichstages in Augsburg verfasst wurden, befinden sich heute unsere Gemeinderäume.

Unsere Gemeinde gehört mit ihren ca. 1850 Mitgliedern zum Kirchenkreis Torgau-Delitzsch, dem einzigen Kirchenkreis der EKM (Evangelische Kirche Mitteldeutschlands) auf dem Gebiet des Freistaates Sachsen.

Wir sind eine traditionelle Gemeinde mit Kinder-, Konfirmanden-, Jugend-, Erwachsenen und Seniorenkreisen. Einen besonders hohen Stellenwert hat bei uns die Kirchenmusik. Unser Kantor ist der 25. Nachfolger des "evangelischen Urkantors" Johann Walter, der 1526 in Torgau mit sangesfreudigen Bürgern eine Stadtkantorei gründete, die zum Vorbild des evangelischen Kantoreiwesens werden sollte. Noch heute singen (nicht nur) Torgauer in der Johann-Walter-Kantorei, im Küken- und im Kinderchor und helfen mit, die Tradition zu bewahren und lebendig zu halten. Dazu trägt auch das jährlich neu aufgelegte umfangreiche Konzertprogramm in unseren Kirchen bei.

Von Kurfürst Johann Friedrich, dem zeitlebens großen Unterstützer der Reformation, hat unsere Gemeinde das Leitmotiv übernommen: "Verbum Domini Manet In AEternum (VDMIAE) - Das Wort Gottes bleibt in Ewigkeit." (nach Jesaja 40,8)

Wir freuen uns über Ihr Interesse und bieten Ihnen auf dieser hompage weitere Informationen an. Natürlich würden wir uns auch über eine persönliche Begegnung freuen - wir laden Sie herzlich dazu ein!

Pfarrerin Christiane Schmidt


Andacht August & September 2018

Liebe Leserinnen und Leser!
Noch ungefähr 5 Wochen – dann werden sich viele Menschen auf den Weg machen zu uns nach Torgau, um den Tag der Sachsen zu besuchen. Fester Bestandteil jedes dieser Sachsentage ist ein Bereich, in dem sich kirchliche Einrichtungen und Werke, Fördervereine für Kirchen oder caritative Zwecke und andere Gruppen und Vereine aus der Peripherie der Kirchen präsentieren. In Torgau wird er „Kirchendorf“ genannt und hat seinen Platz um die Stadtkirche St. Marien. Die Vorbereitungsgruppe hat einen Titel ausgewählt, der programmatisch daher kommt: „hinhören. hinsehen. miteinander reden.“ Genau das ist es, was die PlanerInnen sich wünschen: dass möglichst viele Menschen kommen und sehen und hören, wer und was unter dem Dach der Kirche so alles zu Hause ist. Im besten Falle findet man im Kirchendorf auch Gesprächspartner zum Austausch und zum Nachfragen. Dazu lädt auch das Kirchencafé im Gemeindezentrum Wintergrüne 2 ein. Vielleicht werden die Besucher staunen, was so alles „bei Kirchens“ zu finden ist: natürlich Vertreter verschiedener Kirchen (evangelischer, katholischer, neuapostolischer, freikirchlicher...); Gruppen, die Minderheiten vertreten und die womöglich auch Widerstand hervor rufen; auf der Bühne werden verschiedene Musikrichtungen dargeboten bis hin zu sehr moderner... In dieser bunten Mischung spiegelt sich die Vielfalt unserer Gesellschaft wider, auch wenn längst nicht alle Bereiche vorkommen.
Vielleicht kommen manche beim Schlendern durch das Kirchendorf auf die Frage, was denn eigentlich bezeichnend ist für eine christliche Gemeinschaft? Es gibt sehr unterschiedliche Vorstellungen und Erwartungen darüber. Für mich gibt es einen Bibelvers, der da als Leitvers dienen könnte: das sogenannte „Doppelgebot der Liebe“ (Mk.12, 30f.), wo Jesus sagt: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft. Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!“ Diese beiden Beziehungsebenen und die daraus sich ergebenden Wechselwirkungen zeichnen ein Leben als Christenmensch aus: dass man sich an Gott gebunden und bei ihm gut aufgehoben weiß und sich daraus folgend an die Menschen um einen herum, an die Welt gewiesen und für sie mitverantwortlich erkennt. Als Christ lebt man weder aus sich selbst noch für sich selbst, sondern aus Gott und für die Nächsten/für die Welt.
Ein hoher Anspruch, der nicht leicht zu erfüllen ist und allzu oft scheitert. Aber: „Wem viel gegeben ist, von dem wird man um so mehr fordern.“ (Lk.12,48) Und uns ist doch so viel gegeben, oder?

Einen segensreichen Sommer wünscht Ihnen Ihre Pfarrerin Christiane Schmidt!